Die industrielle Revolution des 21. Jahrhunderts, 2011 von der Bundesregierung ausgerufen, hat sich in der Zwischenzeit zu der Vision entwickelt, in der Industrie und Wirtschaft riesige Potentiale für deutsche Produktionsstandorte sehen. Vielen, gerade kleinen und mittleren Unternehmen, mutet das bis heute wie Science-Fiction an.

Industrie 4.0 ist ein zentrales Thema der Digitalen Agenda der Bundesregierung. Da in Deutschland etwa 15 Mio. Arbeitsplätze direkt und indirekt von der produzierenden Wirtschaft abhängen, werden in dieser vierten industriellen Revolution große Chancen gesehen, den Wirtschaftsstandort Deutschland langfristig voranzubringen.

Wesentliche Aspekte der Industrie 4.0 sind die enge digitale Vernetzung von Technologien und Wertschöpfung, hohe Qualität und Quantität von zur Verfügung stehenden Daten und damit einhergehend ein bisher unerreichter Grad an Transparenz. Wesentliche Ziele sind unter anderem die Schaffung einer hoch flexibilisierten Serienproduktion sowie eine konsequente Konfiguration, Diagnose und Optimierung von Prozessen und Verfahren.

Die Vision ist die Schaffung einer „intelligenten Fabrik“, in der Maschinen eigenständig Produktionsprozesse koordinieren, Querschnittstechnologien sich je nach Bedarf selbst regulieren und Logistikaufträge durch Menschen koordiniert, aber von Maschinen ausgeführt werden. So sollen Material- und Energieflüsse flexibel optimiert und dadurch höchste Effizienzgrade erreicht werden können.

Ob diese Vision und die damit verbundenen Hoffnungen, die von vielen Seiten in das Konzept „Industrie 4.0“ gesetzt werden, irgendwann tatsächlich Realität werden, ist momentan schwer zu beurteilen. Tatsache ist aber, dass der erste Schritt auf dem Weg dahin, vor dem viele Unternehmen bereits heute stehen, die Schaffung einer „Gläsernen Fabrik“ ist. Hier werden durch intelligente Erfassung und Verknüpfung von Daten Material- und Energieströme im Unternehmen sichtbar, nachvollziehbar und nutzbar, eben „gläsern“, dargestellt.

Dass Daten das Öl des 21. Jahrhunderts sind, hat sich in vielen Bereichen längst bestätigt. Auch, dass sich aus einer richtigen Auswertung und Nutzung der vielfach anfallenden Datenmengen Wettbewerbsvorteile ziehen lassen, steht außer Frage. Entscheidend ist dabei aber nicht die Quantität der zur Verfügung stehenden Daten, sondern deren Qualität.

Konzeptloses „data mining“ durch eine flächendeckende Installation von Messstellen macht die resultierenden Datenfluten gerade für KMU oftmals nicht beherrschbar. Vielmehr muss die Schaffung intelligenter Messräume im Vordergrund stehen, die die zentralen Prozesse im Unternehmen transparent machen und so Effizienzsteigerungen ermöglichen. Das, was ein Energiemanagementsystem nach der ISO 50001 schon seit Jahren von den Unternehmen im Bereich Energie fordert, ist letztlich das Ziel der gläsernen Fabrik für sämtliche Ressourcen im Unternehmen: Generierung von Effizienzmaßnahmen durch effektive Datenerfassung.

Gerade auch deshalb befassen wir bei der ECA uns intensiv mit dieser Thematik. Resultierend aus unserer Erfahrung und Expertise, die wir uns im Bereich Messstellen mittlerweile erarbeitet haben, sehen auch wir die großen Potentiale, die sich aus einer intelligenten Datennutzung ergeben. Bereits heute existiert eine beachtliche Anzahl von Unternehmen, die schon Material- und Energieflüsse in Echtzeit erfassen und bei Veränderungen im effizienten Produktionsprozess sofort eingreifen können. Wir raten Ihnen deshalb, die ersten Schritte in Richtung gläserne Fabrik frühzeitig zu unternehmen, um sich so langfristige Vorteile zu sichern.

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